Die Konstruktion der Seitenbindung in Briefmarkenalben ist in der Regel wie folgt: Die Seiten werden mit einem Leinen- oder Synthetikband miteinander verklebt, wodurch ein sogenannter „Seitenblock“ entsteht. Zusätzlich wird der Block an der Rückenseite mit einem Leinenstreifen verstärkt. Diese Art der Bindung wird von nahezu allen Herstellern von Briefmarkenalben verwendet.

 

Einige Hersteller kleben den Seitenblock zusätzlich in den Buchrücken ein, neben der Verklebung der Seiten untereinander. Dadurch entsteht eine doppelte Verbindung mit dem Einband, die laut Herstelleraussagen eine erhöhte Stabilität bieten soll. Ob diese Bindung tatsächlich robuster ist, lässt sich schwer sagen, doch eines ist sicher: Solche Alben behalten ihre Form sehr gut. Ein wesentlicher Nachteil ist jedoch, dass das Umblättern der Seiten nicht besonders komfortabel ist – oft muss man Kraft aufwenden und den Einband quasi „brechen“, um die Seiten gut umzublättern.

 

Andere Hersteller kleben den Seitenblock nur teilweise in den Einband. Das macht das Album angenehmer in der Handhabung, allerdings geht dabei ein wenig Stabilität verloren.

 

Es gibt auch Hersteller, die den Seitenblock überhaupt nicht in den Einband einkleben. Diese Alben sind besonders benutzerfreundlich, jedoch verliert der Buchrücken vollständig seine Form – bei Druck verformt er sich leicht. Diese Art der Bindung wird als „schwimmender Einband“ bezeichnet.

 

Jeder Hersteller behauptet, dass gerade seine Lösung revolutionär und optimal sei. In den letzten 14 Jahren haben wir über 5000 Briefmarkenalben verschiedener Hersteller verkauft. Unsere Erfahrung zeigt, dass die oben genannten Bindungsmethoden die Langlebigkeit der Seiten oder des Einbands kaum beeinflussen. Diese Unterschiede sind eher marketinggetrieben als praktisch relevant.